"Schattenwelt"
Drama, Deutschland 2008Inhalt:
Der Ex-Terrorist Widmer wird nach 22 Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Widmer war ein führendes Mitglied der Roten Armee Fraktion. Er gehörte der als besonders gewaltvoll geltenden „Zweiten Generation" der RAF an. Sein Kommando hatte bei einer fehlgeschlagenen Entführungsaktion den Bankpräsidenten von Seichfeld getötet – und einen seiner Angestellten. Wer die tödlichen Schüsse damals abgab, ist bis heute nicht zweifelsfrei erwiesen. Bis auf Marita, Widmers damalige Lebensgefährtin, sind alle anderen Kommando-Beteiligten nicht mehr am Leben. Sie hatte als Kronzeugin gegen Widmer ausgesagt und damit ihre Begnadigung bewirkt.
Seine Anwältin Ellen hat Widmer eine Wohnung in einem anonymen Mietkomplex organisiert. Widmer möchte sich wieder in den Alltag einfügen, in eine Welt, an die er sich erst noch gewöhnen muss. Er will sich um zuerst um ein paar "einfache Sachen" kümmern - und er sucht Kontakt zu seinem inzwischen erwachsenen Sohn Samy. Widmer hatte ihm jeden Monat aus dem Knast geschrieben, die ganzen Jahre lang. Doch die Post landete bei Marita, Samys Mutter. Bei Samy selbst kam sie nie an.
Neben Widmer wohnt Valerie, eine junge Mandantin von Ellen. Nach einem gewaltsamen Übergriff hat man ihr das Sorgerecht für ihren achtjährigen Sohn entzogen. Widmer weiß nicht, dass Valerie die Tochter des Gärtners ist, der bei dem Attentat erschossen wurde. Er spürt ihre Anspannung, ahnt allerdings nicht, dass Valerie auf der Suche nach dem Mörder ihres Vaters ist. Valerie wird vom Verlangen nach Vergeltung getrieben.
Als es bei einer
Gartenparty im Mietshaus zum Eklat kommt, brechen Widmer und Valerie
noch am gleichen Morgen mit dem Auto auf. Sie wollen zu Samy, Widmers
Sohn. Bei einem Rasthof-Stopp gibt sich Valerie Widmer zu erkennen und
beschuldigt ihn des Mordes an ihrem Vater.
Das Verschwinden der
beiden bleibt nicht unbemerkt. Ellen, Widmers Anwältin, und
„Fisch“, sein ehemaliger Zielfahnder, begegnen sich im
Mietshaus, wo Valerie und Widmer inzwischen vermisst werden. Ellen und
Fisch hatten sich beim Prozess gegen Widmer kenngelernt. Sie waren
kurzzeitig ein Paar. Jeder der beiden hat etwas zu verbergen. Ellen
verschweigt Fisch, dass sie Widmer, ihrem Mandanten, heimlich Maritas
Berliner Adresse zugesteckt hat. Decker hingegen hütet sich, Ellen
gegenüber seine intime Beziehung zu Valerie einzugestehen. Valerie
hatte vor einigen Monaten gezielt seine Nähe gesucht, ohne sich
ihm zu erkennen zu geben. Er war sogar noch am Tag von Widmers
Entlassung in ihrer neuen Wohnung gewesen.
Unterwegs nach Berlin
streitet Widmer Valerie gegenüber jede Schuld am Tod ihres Vaters
ab. Er beschuldigt statt dessen Marita, Samys Mutter und wie er
Kommando-Mitglied, die Mörderin ihres Vaters zu sein. Lügt er
oder sagt er die Wahrheit? Valerie überrascht Marita mit
vorgehaltener Waffe in ihrer Berliner Wohnung. Aber auch Marita
streitet die Tat vehement ab. Valerie muss sich entscheiden.