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Die ersten schauspielerischen Erfahrungen
sammelte Franziska Petri auf der Bettkante. Jedoch saß nicht sie dort,
sondern zwei Volkspolizisten der DDR. "Heute ist die Geschichte zum
Lachen", sagt sie ernst. " Aber damals war das eine sehr gefährliche
Situation." Was geschehen war? Ihre beste Freundin war aus einem Jugendheim
geflohen, nachdem sie sich dort schon einmal die Pulsadern aufgeschnitten
hatte, und die damals 14-jährige Franziska geährte ihr mit Billigung
der Eltern Zuflucht. Wie nicht anders erwartet, tauchte schon bald die Polizei
im Hause Petri auf, woraufhin die Freundin im Bettkasten im Kinderzimmer
versteckt wurde — nicht ahnend, dass die Vopos ausgerechnet dieses
Bett als Sitzplatz wählen würden. "Ich hab' die ganze Zeit
gebetet, dass sie genügend Luft bekommt und nicht japsend herausspringt
und wir beide verhaftet werden." Es passierte nicht dergleichen. Die
Polizisten ließen sich täuschen und zogen unverrichteter Dinge
wieder ab. "Das waren die ersten Glanzlichter meiner Schauspielerei,
meine erste große Bewährungsprobe", sagt sie, und jetzt
klingt ihre Stimme endlich fröhlich.
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